Dr. Gerrit W. Hartung - Kontakt: 02161/929518 Dr. Gerrit W. Hartung - Kontakt: 02161/929518

Verkehrsrecht in Mönchengladbach

Schadensabwicklung durch die eigene Vollkasko oder die gegnerische Haftpflichtversicherung?

Diese Frage stellt sich häufig nach einem Verkehrsunfall und ist nicht ohne Weiteres zu beantworten. Es gibt jedoch einige allgemeine Hinweise, die Sie beachten sollten.

Wenn der Vollkaskoversicherer in Anspruch genommen wird und es anschließend zur Zahlung der Versicherungsleistung kommt, wird der Schadenfreiheitsrabatt gekürzt. Die Prämiensteigerung in der Vollkaskoversicherung hat der gegnerische Haftpflichtversicherer nur unter Umständen zu tragen. Zum Einen muss eine hundertprozentige Haftungsquote zu Lasten des Unfallgegners vorliegen. Zum Anderen muss die Haftpflichtversicherung, im Hinblick auf die bestehende Schadensminderungspflicht, unter Fristsetzung zur Regulierung aufgefordert werden und die Frist fruchtlos verstreichen lassen.

Einige Versicherungstarifbestimmungen im Bereich der Vollkaskoversicherung sehen zwar vor, dass der Versicherungsnehmer seinem Vollkaskoversicherer die gezahlte Versicherungsleistung binnen einer bestimmten Frist freiwillig erstatten kann und der Vollkaskoversicherer dann die Rückstufung im Schadenfreiheitsrabatt zurücknimmt. Nicht nur, weil lediglich einige Versicherungen solche Regelungen haben, sondern weil darüber hinaus auch weitere Probleme bestehen, ist es in jedem Fall zu empfehlen, vor Inanspruchnahme des Vollkaskoversicherers anwaltlichen Rat einzuholen.

So ist es unter anderem häufig möglich, mit dem Vollkaskoversicherer eine individuelle Vereinbarung über die Modalitäten der Rückzahlung der Versicherungsleistung zu treffen. Zu beachten ist auch, dass der Vollkaskoversicherer in der Regel nur den reinen Sachschaden beziehungsweise den Wiederbeschaffungswert abzüglich der Selbstbeteiligung bezahlt, so dass sonstige Schäden, wie zum Beispiel Mietwagenkosten oder Schmerzensgeld bei unfallbedingten Körperverletzungen, Haushaltsführungsschäden und Verdienstausfallschäden nicht erstattet werden.

Während die Einschaltung der eigenen Vollkaskoversicherung regelmäßig zu einer zügigen Regulierung des Fahrzeugschadens führt, verlangt eine Inanspruchnahme des gegnerischen Haftpflichtversicherers Geduld. Bei polizeilich aufgenommenen Verkehrsunfällen wird der gegnerische Haftpflichtversicherer üblicherweise Einsicht in die polizeiliche respektive staatsanwaltschaftliche Ermittlungsakte nehmen. Bei nicht polizeilich aufgenommenen Unfällen werden häufig Beweiserhebungen durch Versendung schriftlicher Zeugenfragebogen durchgeführt.

Hin und wieder kommt es auch vor, dass der Haftpflichtversicherer durch einen hauseigenen Sachverständigen ein Unfallrekonstruktionsgutachten erstellen lässt. Selbst wenn eine solche zeitaufwendige Verfahrensweise zu einer vollen Haftung des Unfallgegners und seines Haftpflichtversicherers führt, sind regelmäßig viele Monate vergangen, bis es zu einer Regulierung des Fahrzeugschadens kommt.

Durch hohe Motivation und große Kompetenz sowie langjährige Erfahrungen aus vielen tausend Fällen bietet Ihnen unser Rechtsanwalt Dr. Gerrit W. Hartung spezialisiertes Fachwissen im Verkehrsrecht. Dementsprechend ist er auch Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) e.V., Berlin.

Abschließend möchten wir Sie an der Stelle noch auf die Seiten www.bussgeldkatalog.com und www.flensburgpunkte.net des Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. hinweisen, auf der Sie zahlreiche weitere Informationen finden können.

Gerats, Hartung & Partner GbR

Humboldtstraße 63
41061 Mönchengladbach
Telefon:0 21 61 / 2 41 71 0
Telefax:0 21 61 / 2 41 71 41
E-Mail:info@ra-hartung.de
Rechtsanwalt Mönchengladbach bei Facebook Rechtsanwalt Mönchengladbach bei Google+